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Beim Hausbau nichts übereilen

November 8th, 2009 · No Comments

Der Hausbau will wohl überlegt sein. Das ist eine Weisheit, die nicht immer mit dem übereinstimmt, was man empfindet. Am liebsten hätte man es, wenn die Bauarbeiten innerhalb von ein paar Stunden erledigt wären. Dies funktioniert aber nicht einmal bei einem Fertighaus, denn auch hier müssen nach dem Aufstellen der Fertigteile noch diverse Arbeiten erledigt werden.

Es ist die innere Anspannung, die Angst, ob alles gut geht, aber auch die Vorfreude auf das Leben im neuen Haus. All dies bewirkt, dass man sich sehnlichst wünscht, die Zeit vom Hausbau ginge schnell vorüber. Die Handwerker, die nicht pünktlich sind, die Eigenleistung, bei der mancher Fehler unterläuft, das Wetter, das nicht mitspielt: Die negativen Einflüsse machen den Bauherrn das Leben manchmal sehr schwer.

In Gedanken richten sich die zukünftigen Besitzer vom Eigenheim ihre einzelnen Zimmer spätestens ab dem Tag ein, ab dem man erkennen kann, wie der Raum einmal aussehen wird. Da fehlen noch Isolierung, Putz und Elektrisches, stehen im Geiste schon Schränke, hängen schon Gardinen, sitzt man schon gemütlich beieinander. Aus diesen Tagträumen wird man durch Presslufthammer, Kreissäge und Stimmengewirr meist sehr schnell wieder heraus gerissen. Irgendein Handwerker kommt gelaufen, beschwert sich, dass etwas nicht funktioniert, und schon ist der Hausbau wieder um einige Tage länger geworden, verzögert sich die Zeit bis zum Umzug wieder.

Jeder Mensch, der einmal einen Hausbau mitgemacht hat, weiß, wie viele Hoffnungen man in diese Angelegenheit steckt, wie viel Herzblut daran hängt, endlich das eigene Heim zu besitzen. Man wird den Rest seines Lebens damit verbringen, alles Menschenmögliche zu tun, um es zu erhalten, zu pflegen und in Ehren zu halten.