Beim Hausbau gibt es so viel zu beachten, dass manchem Bauherrn vor dieser Aufgabe nicht ganz zu Unrecht graut. Vor allem die vielen Handwerker müssen kontrolliert werden. Ein Kostenvoranschlag sollte in jedem Fall eingeholt werden, bevor man die Arbeiter „an die Arbeit“ lässt. So hat man einen ungefähren Vergleich, wenn dann später die Rechnung ins Haus flattert. Eine Teuerung kann auch nach dem Kostenvoranschlag noch der Fall werden, aber unverhältnismäßig hohe Rechnungen müssten dann schon vom Handwerker begründet werden.
Die Arbeitszeit der Handwerker muss beim Hausbau schon überwacht werden. Eine Meisterstunde kostet eine Menge Geld und wenn hier nicht mit ehrlichen Listen gearbeitet wird, dann zahlt man als Bauherr hier ganz schön drauf. Der Lehrling, der Geselle, ein Hilfsarbeiter: Sie alle haben unterschiedlich hohe Stundenlöhne. Zu hoch angesetzte Preise, zum Beispiel der Meisterlohn für einen Hilfsarbeiter, aber auch zu Unrecht notierte Stunden kann der Bauherr nur ausschließen, wenn er Tag für Tag selbst oder durch eine bevollmächtigte Person kontrolliert, wer wie lange auf der Baustelle gearbeitet hat. Ein Handzeichen hinter einem entsprechenden Stundenzettel ist das mindeste, das der Handwerker hier zulassen muss. So können die Stundenzahlen, die geleistet wurden, übersichtlich gelistet werden, der Bauherr kann sicher sein, nicht über den Tisch gezogen worden zu sein.
Das Material, das verwendet wird, sollte natürlich auch überprüft werden. Mangelnde Sachkenntnis vom Bauherrn kann hier Auslöser für minderwertige Materialien sein, die verbaut werden, der Hausbau wird aber nach viel teureren Baustoffen abgerechnet. Die Möglichkeiten, betrogen zu werden, lauern an jeder Ecke. Ein gesundes Maß an Kontrolle schadet nicht und wird von ehrlichen Handwerkern auch verstanden.
